Hüftgelenksdysplasie und FütterungWie mittlerweile die neusten Ergebnisse aus verschiedensten Studien zeigen, ist Hüftgelenksdysplasie nur zu 15- 20% erblich!!! Die restlichen 80-85% sind Ernährungs-, Aufzucht- und Umweltprobleme. Daher ist die richtige Fütterung (gerade in der Wachstumsphase) unabläßlich. Die Mineralstoffe machen insgesamt nur einen kleinen Teil der Nahrung aus. Dennoch sind sie für den Körper unentbehrlich; insbesondere Phosphor und Calcium. Beide Mineralstoffe werden überwiegend für den Aufbau und die Härtung der Zähne und Knochen gebraucht. Die Nahrung für einen ausgewachsenen Hunde sollte daher 1,0 - 1,2 g Calcium und 0,8-1,0 g Phosphor in 100g Trockenfutter enthalten. Aufgrund des schnelleren Umsatzes bei Welpen ergibt sich stets ein höherer Bedarf von Calcium gegenüber Phosphor, daher sollte auf das Verhältnis von 1,2- 1,6 zu 1 in der Welpennahrung geachtet werden. Bei Abweichungen kommt es zu ungünstiger Beeinflussung !!! Bei einer längerdauernden Unterversorgung mit Calcium (bei ausschließlicher Ernährung mit Fleisch, Getreide und Innereien) während des Wachstums kann es zu Lahmheit, Bewegungsunlust bis hin zu irreversiblen Skelettveränderungen (z.B. Hüftgelenksdysplasie) kommen. Genauso häufig treten jedoch Mineralstoffüberschüsse auf, bedingt durch Zusätze zur bereits ausgewogenen Vollnahrung. Bereits 2-3 Teelöffel Futter- und Mineralkalk zur Vollnahrung erzeugen ein starkes Ungleichgewicht. Durch dieses kann es während des Wachstums bis zur Gliedmaßenverkrümmung führen. Also: Finger weg von Futterzusätzen.Nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie sich ausgiebig von einem Fachmann oder ihrem Züchter beraten, denn das, was in den ersten Lebensmonaten bei falscher Fütterung entsteht, ist ein Schaden, der nicht mehr wieder gutzumachen ist. In der Regel wird Ihnen ein guter Züchter immer eine Fütter- und Pflegeanleitung mitgeben, in der Sie auch einige gute Tipps zur Ernährung, Pflege und Erziehung finden sollten. |